| Trotz enttäuschendem Start
entspricht der Gesamtjahresausblick 2005 den Markterwartungen
Kerpen, 13. September 2005. Die Computacenter plc, Hatfield
UK, hat im ersten Halbjahr 2005 einen Gruppenumsatz
von 1,15 Milliarden Pfund (1,71 Milliarden Euro*) erwirtschaftet.
Im Vorjahreszeitraum waren es 1,23 Milliarden Pfund.
Der Gewinn vor Steuern lag mit 8,2 Millionen Pfund (12,17
Millionen Euro*) deutlich unter dem des 1. Halbjahres
2004. Die Cashreserven der Gruppe sind um 41,6 Millionen
Pfund auf 87,3 Millionen Pfund (129,55 Millionen Euro*)
deutlich gestiegen. Für das erste Halbjahr ist
eine auf 2,5 Pence (3,71 Eurocent*) pro Aktie erhöhte
Interim-Dividende vorgesehen.
„Die erste Jahreshälfte 2005 war eine Herausforderung
für Computacenter. Der Ergebnisrückgang ist
hauptsächlich auf einen starken Verfall der Produktmargen
im UK-Geschäft zurückzuführen. Positiv
ist dagegen anzumerken, dass unser Managed-Services-Geschäft
in Großbritannien weiterhin Fortschritte macht“,
sagt Ron Sandler, Chairman der Computacenter plc. „Wir
gehen davon aus, dass unser UK-Produktgeschäft
auf absehbare Zeit weiterhin mit den Herausforderungen
eines intensiven Preiskampfes konfrontiert ist. Zudem
haben Hersteller Bestrebungen, ihre Produkte direkt
an Großkunden zu verkaufen und Bonusprogramme
zu reduzieren. In Erwartung dieser Entwicklungen haben
wir im vergangenen Jahr mit einer umfassenden strategischen
Neuausrichtung begonnen. Wir haben in der ersten Jahreshälfte
2005 eine grundlegende Reorganisation unseres Geschäftes
in Großbritannien abgeschlossen und damit eine
Plattform zur Umsetzung unserer neuen Strategie geschaffen.
Nach der Einigung mit GE in der Kaufpreisauseinandersetzung
zugunsten Computacenter wägt das Board nun den
Einsatz dieser Cashreserven im Sinne der Shareholder
ab. Auch wenn die Geschäfte im Juli und August
besonders in England noch schleppend liefen, erwarten
wir ein besseres Ergebnis im zweiten Halbjahr. Der Ausblick
auf das Gesamtjahr entspricht den Markterwartungen.“
Der Gewinn je Aktie betrug 1,2 Pence (1,78 Eurocent*),
im Vorjahr waren es 10,7 Pence (15,88 Eurocent*). Obwohl
das Geschäftsergebnis unter den Erwartungen liegt,
kündigte das Unternehmen eine Halbjahresdividende
von voraussichtlich 2,5 Pence je Aktie (3,71 Eurocent*)
an. In 2004 betrug die Dividende 2,3 Pence je Aktie
(3,41 Eurocent*). Es ist Computacenters Politik, eine
Halbjahresdividende von einem Drittel der Gesamtjahresdividende
des Vorjahres auszuschütten und verdeutlicht außerdem
die Liquidität des Unternehmens.
Deutschland: Schwache Konjunktur hemmt Umsatz;
enttäuschendes Ergebnis, aber Ausblick auf Gesamtjahr
positiv
In Deutschland erwirtschaftete Computacenter im ersten
Halbjahr 2005 einen operativen Verlust von 1,5 Millionen
Pfund (2,23 Millionen Euro*). Trotz eines Wachstums
im Bereich Serviceleistungen von 6,5 Prozent verzeichnete
das Unternehmen beim Gesamtumsatz einen Rückgang
von 3,8 Prozent. Dies ist vor allem auf die anhaltend
schwache Konjunkturlage sowie auf die Sparprogramme
und den Investitionsstopp bei einigen Großkunden
zurückzuführen. Sowohl im Produkt- als auch
im Servicegeschäft standen die Margen unter Druck;
dabei haben sich im Service insbesondere höhere
Anlaufkosten für einen neuen Servicevertrag negativ
auf die Marge ausgewirkt. Sehr positiv entwickelten
sich die Professional Services. Speziell in den Bereichen
IT-Sicherheit in Verbindung mit Voice/Data Telephony
und Mobile Technology Solutions generierte Computacenter
Wachstum.
Darüber hinaus konnte Computacenter in Deutschland
seit Dezember 2004 den Geschäftsbereich Managed
Services weiter ausbauen und hat ein Wachstum von 5,7
Prozent erzielt. Basis sind die Umwandlung bestehender
Kundenverträge in Verträge mit einer längeren
Laufzeit sowie eine Reihe neuer Vertragsabschlüsse.
Im Rahmen der Partnerschaft mit der FinanzIT hat das
Unternehmen beispielsweise einen Vertrag mit der Sparkasse
Hannover abgeschlossen. Dieser sieht das End-to-End-Management
für 3.500 IT-Workstations sowie Server, Infrastrukturen
und Telekommunikations-Systeme vor.
Um das Geschäft in Deutschland anzukurbeln, ging
Anfang 2005 auch hierzulande eine neue Organisationsstruktur
an den Start. Ziel der neuen Struktur ist ein stärkerer
Fokus auf mittelständische Firmen, wo das Unternehmen
signifikante Wachstumsmöglichkeiten sieht. Zudem
soll bestehenden Kunden ein breiteres Produkt- und Serviceportfolio
angeboten werden. Darüber hinaus hat Computacenter
seine Aktivitäten in den Bereichen Government und
Financial Services konzentriert und die Beziehungen
zu seinen wichtigsten Partnern ausgebaut. Im 2. Halbjahr
erwartet Computacenter in Deutschland wie im Vorjahr
ein deutlich besseres Ergebnis, speziell im Bereich
öffentlicher Auftraggeber, die in der Regel zum
Jahresende investieren.
Die Pressemeldung mit dem Gesamtüberblick
über die Computacenter-Gruppe finden Sie hier.
* Bei der Umrechnung wurde der Tageskurs
vom 12.09.2005 von 1,484 Euro je Pfund zugrunde gelegt.
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