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Isola GmbH – Dynamic Datacenter
Der Desktop der Zukunft hält Einzug bei Isola: virtuelle Systeme vom Server bis zum Desktop
Mit XenDesktop erreichen wir mit viel weniger Aufwand eine höhere Verfügbarkeit der ITArbeitsplätze und müssen uns nicht mehr mit Treiberproblemen oder Besonderheiten der Clienthardware auseinandersetzen. Ehrlich gesagt freuen wir uns heute schon darauf, Windows 7 als virtuellen Desktop im Unternehmen auszurollen.
Armin Geyer
Projektmanager, Isola GmbH
Zusammenfassung
Herausforderung
Die Notwendigkeit eines Austauschs von Serverhardware im größeren Umfang hatte man bei der Isola GmbH zum Anlass genommen, in der hoch komplexen und heterogenen IT-Infrastruktur Server und Desktops zu virtualisieren, um den Prämissen der IT-Strategie an Ausfallsicherheit und Automatisierung zu genügen und den Administrationsaufwand zu verringern.
Lösung von Computacenter
Computacenter hat das in Düren ansässige Unternehmen bei der Auswahl der geeigneten Servervirtualisierungstechnologie sowie bei der Entwicklung eines Virtualisierungskonzepts unterstützt und das Pilotprojekt begleitet. Zum Einsatz kommen dabei die Citrix-Produkte XenServer und XenDesktop in Verbindung mit dem Hypervisor Xen.
Nutzen
Deutliche Konsolidierung der Serverhardware, Reduzierung der Kosten für Administration und Energieversorgung, höhere Ausfallsicherheit für Serversysteme und Desktops, schnelles Aufsetzen neuer IT-Arbeitsplätze, effizientes Lifecycle-Management von Desktops und Applikationen.
Ausführliche Version
Technische Eckdaten
•Citrix XenServer 5.0, Enterprise Edition und Citrix Provisioning Server 4.5 for Datacenters auf acht
HP ProLiant DL380 G5-Servern, Citrix XenDesktop 3.0, Enterprise Edition auf drei Dell PowerEdge
2950-Servern mit zwei Quadcore-Prozessoren und 32 GB RAM.
•Ca. 350 PCs, davon ca. 50 Notebooks. Rund 200 PCs wurden durch Thin Clients ersetzt.
•100-MBit-LAN, Anbindung von Remote-Usern über VPN.
Die Isola GmbH setzt vom Server bis zum Desktop auf virtuelle Systeme: Der führende Hersteller von Basismaterialien für die Leiterplattenproduktion hat im vergangenen Jahr zahlreiche Serversysteme mit Citrix XenServer virtualisiert – jetzt geht man konsequent das Thema Desktopvirtualisierung an: Die IT-Abteilung stattet derzeit rund 200 Arbeitsplätze in Produktion, Verwaltung und Schulungsbereich mit Thin Clients aus, Betriebssystem und Anwendungen werden komplett über Citrix XenDesktop bereitgestellt. Das Unternehmen profitiert auf diese Weise von höherer Ausfallsicherheit, niedrigeren Energiekosten und einer effizienteren Verwaltung der Windows-Desktops.
Herausforderung
Innovation und Fortschritt haben bei Isola eine lange Tradition: Das Unternehmen wurde bereits im Jahr 1912 als Continentale Isola-Werke AG gegründet. Am Stammsitz in Birkesdorf bei Düren produzierte man damals verschiedene Isolationsmaterialien für die Elektrotechnik, insbesondere Ölleinen, Ölseide und Ölpapier. Seit 1992 hat sich das Unternehmen auf die Herstellung von hochwertigen Basismaterialien für die Leiterplattenfertigung wie zum Beispiel High-Performance-Laminate spezialisiert. Heute gehört Isola zu den weltweit führenden Anbietern in diesem Bereich und betreibt Produktionsstandorte und Vertriebsbüros in Europa, Asien und den Vereinigten Staaten. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich seit der Übernahme durch ein Konsortium aus Texas Pacific Group und Redfern Partners in Chandler, Arizona.
Die IT-Abteilung der Isola GmbH in Düren ist heute hauptsächlich für die Anwender der deutschen Unternehmensniederlassung zuständig, unterstützt aber gleichzeitig die anderen Standorte mit Know-how und Dienstleistungen, zum Beispiel im SAP-Umfeld. „Unsere IT-Strategie steht dabei grundsätzlich unter den Prämissen Ausfallsicherheit und Automatisierung“, sagt Projektmanager Armin Geyer. „Wir müssen zum einen sicherstellen, dass kritische Systeme für die Produktion 7x24 Stunden zur Verfügung stehen – und wollen zum anderen die manuellen Administrationsprozesse auf ein Minimum reduzieren.“
Komplexität reduzieren durch Virtualisierung
Die Umsetzung dieser Ziele war im Alltag bisher nicht immer ganz einfach, da Isola eine sehr komplexe
und heterogene IT-Infrastruktur betreibt: Mehr als 250 unterschiedliche Applikationen werden in Fertigung
und Verwaltung genutzt, im Rechenzentrum setzt man zudem ganz bewusst auf einen Mix aus Linux- und
Windows-basierten Serversystemen. Als im vergangenen Jahr ein größerer Austausch von Serverhardware
anstand, wollte die IT-Abteilung die Gelegenheit nutzen und die Administration der Umgebung durch
die Implementierung einer Virtualisierungslösung vereinfachen.
Lösung
Computacenter hatte zudem sehr viel technisches Know-how in die Planungsphase eingebracht und eine Lösung entwickelt, die genau zu unseren Anforderungen passte.“
Armin Geyer
Bei der Auswahl der geeigneten Servervirtualisierungstechnologie gingen die Verantwortlichen systematisch vor: „Wir erstellten ein Anforderungsprofil und verglichen anhand einer Matrix die Stärken und Schwächen der am Markt verfügbaren Lösungen“, erläutert Armin Geyer. „Computacenter hat uns in diesem Prozess mit wertvollen Ratschlägen und wichtigen Informationen zur Seite gestanden.“ Der herstellerübergreifende IT-Dienstleister konnte vor dem Hintergrund seiner umfangreichen Erfahrungen im Bereich der Servervirtualisierungen schnell eine kostengünstigere Alternative zu der von Isola ins Auge gefassten Lösung aufzeigen. „Schlüsselkriterien waren für uns Performance, Gesamtkosten und Administrierbarkeit. Außerdem legten wir großen Wert auf volle Unterstützung für SUSE Linux Enterprise.“ Am Ende der intensiven Auswahlphase entschied sich Isola für den Einsatz von Citrix XenServer: „Die Servervirtualisierungslösung von Citrix konnte uns sowohl auf dem Papier als auch in sämtlichen Performancetests überzeugen“, so Armin Geyer.
XenServer als Plattform für unternehmenskritische Anwendungen
Gemeinsam mit dem IT-Partner Computacenter migrierte man in der Folge zahlreiche Serversysteme, die
ausfallsicher zur Verfügung stehen müssen, auf virtuelle Maschinen. Neben Oracle-Datenbankservern und
Lotus Domino-Servern laufen heute auch Fileserver oder Prozessleitrechner für die Produktion unter
XenServer. Für die Administration der virtualisierten Serverumgebung nutzt die IT-Abteilung das
XenCenter, die Managementumgebung von XenServer. Besonders begeistert ist Armin Geyer von der integrierten
XenMotion-Funktionalität, die es ermöglicht, virtuelle Maschinen im laufenden Betrieb zu migrieren:
„Diese Funktion ist das größte Geschenk, das man einer IT-Abteilung machen kann: Wenn heute
BIOS-Updates anstehen oder Server mit RAM aufgerüstet werden sollen, können wir dies ganz elegant
während der normalen Arbeitszeit erledigen. Wir verschieben die virtuellen Server einfach auf einen anderen
Host und führen dann in aller Ruhe die Wartungsarbeiten durch.“
Nach den positiven Erfahrungen bei der Servervirtualisierung begann Isola auch, sich mit dem Thema Desktopvirtualisierung zu beschäftigen. Bisher nutzte das Unternehmen ein automatisches Softwareverteilungstool, um die rund 250 unterschiedlichen Applikationen auf die einzelnen Arbeitsplatzrechner zu bringen. Mit steigender Anzahl an Applikationen und Arbeitsplätzen wurde dieses Verfahren aber immer arbeitsintensiver: „Die Installation neuer Anwendungen erforderte viel Koordinationsaufwand, das Handling war recht unflexibel, außerdem standen die Endgeräte bei Updates teilweise für längere Zeit nicht zur Verfügung“, beschreibt Armin Geyer die Ausgangssituation.
Virtuelle Desktops aus dem Rechenzentrum
Die Alternative, alle Applikationen zentral über eine Terminalserver-basierte Lösung bereitzustellen, hatte
der Projektverantwortliche mit seinen Kollegen in der Vergangenheit mehrfach durchgespielt, aber letztlich immer wieder verworfen: „Uns erschien der Aufwand dafür einfach zu groß angesichts unseres extrem umfangreichen
und heterogenen Softwareportfolios.“ Andererseits konnte man sich gut vorstellen, Arbeitsplatzrechner
in der Produktion, die nur Zugriff auf Standardanwendungen benötigen, durch stromsparende
Thin Clients zu ersetzen. So entstand die Idee, die kompletten Benutzerumgebungen für diese Endgeräte
als virtuelle Desktops im Rechenzentrum zu betreiben.
Isola holte zunächst verschiedene Angebote für eine Virtual-Desktop-Infrastruktur ein und entschied sich schließlich für ein Konzept auf Basis von Citrix XenDesktop: „Ausschlaggebende Punkte waren vor allem die Multimedia-Fähigkeiten der Citrix-Technologie und das gute Zusammenspiel der einzelnen Infrastrukturkomponenten“, sagt Armin Geyer. „Computacenter hatte zudem sehr viel technisches Know-how in die Planungsphase eingebracht und eine Lösung entwickelt, die genau zu unseren Anforderungen passte.“
Ein Ziel war vor allem, den Administrationsaufwand möglichst gering zu halten: Mit der realisierten XenDesktop-Lösung muss Isola nicht für jeden Arbeitsplatz einen eigenen virtuellen Desktop anlegen und administrieren, sondern kann ein Standard-Image des Betriebssystems für beliebig viele Anwender nutzen. Das virtuelle Desktop-Image wird mit der Provisioning-Technologie von XenDesktop auf die virtuellen Maschinen gestreamt, die derzeit auf drei XenServer-Hosts laufen. Die Applikationen für die unterschiedlichen Benutzergruppen sind nicht fest mit dem Desktop-Image verknüpft, sondern werden via Application Streaming auf den virtuellen Desktop gebracht. Dazu nutzt Isola die integrierte XenApp-Funktionalität von XenDesktop. Auch die individuellen Benutzerprofile werden den Desktops dynamisch zugewiesen.
Nutzen
„Das Anlegen eines neuen Benutzerdesktops ist in dieser Umgebung ein Kinderspiel geworden – was bisher im Durchschnitt fünf bis sechs Stunden dauerte, lässt sich heute in wenigen Minuten erledigen“, sagt Armin Geyer. „Aus Administrationssicht gefällt uns zudem sehr gut, dass wir jetzt auch bei den Desktops von den Hochverfügbarkeitsfunktionen von XenServer profitieren: Sollte ein Hostrechner ausfallen, werden die virtuellen Desktops automatisch auf den verbleibenden Servern neu gestartet.“
Die ersten Thin Clients für den Zugriff auf die virtuellen Desktops implementierte Isola im Produktionsbereich. Gerade hier bieten die robusten Endgeräte ohne bewegliche Bauteile große Vorteile, da Staub oder Wärme ihnen weniger anhaben können. Ganz nebenbei kann das Unternehmen zudem seine Stromrechnung verringern: Rund 8.000 Euro – so die Schätzung des Projektleiters – spart Isola bereits im ersten Jahr dank der energiesparenden Thin Clients.
Der Benutzerkomfort wird durch die Desktopvirtualisierung nicht eingeschränkt – ganz im Gegenteil: Nur wenige Sekunden nach dem Login steht dem Anwender die virtuelle Benutzerumgebung zur Verfügung. Der langatmige Boot-Vorgang entfällt, da die Instant-On-Funktion von XenDesktop jeweils einen Desktop im Idle-Modus bereithält. Zudem hat sich Isola bewusst für den Einsatz leistungsfähiger Thin-Client-Modelle von Rangee entschieden, die in Verbindung mit den HDX-Technologien von Citrix auch ressourcenintensive Multimediaanwendungen wie Videostreams unterstützen.
Blick in die Zukunft: Windows 7 als virtueller Desktop
Nach den Produktionsarbeitsplätzen sollen nun auch zahlreiche Desktops in der Verwaltung sowie im
Schulungsbereich virtualisiert werden. Insgesamt plant man, die Lösung zunächst auf rund 200 der 300
Arbeitsplätze auszudehnen. Armin Geyer ist von dem eingeschlagenen Virtualisierungskurs auf jeden Fall
vollkommen überzeugt: „Wir haben in allen Bereichen große Fortschritte erzielt: Unser Rechenzentrum
steht fast leer, die Klimaanlage ist mittlerweile zu groß geworden, der Administrationsaufwand ist deutlich
zurückgegangen – und gleichzeitig ist die Ausfallsicherheit unserer Serversysteme gestiegen. Im Desktopbereich
sieht es ähnlich aus: Mit XenDesktop erreichen wir mit viel weniger Aufwand eine höhere Verfügbarkeit
der IT-Arbeitsplätze und müssen uns nicht mehr mit Treiberproblemen oder Besonderheiten der
Clienthardware auseinandersetzen. Ehrlich gesagt freuen wir uns heute schon darauf, Windows 7 als virtuellen
Desktop im Unternehmen auszurollen.“