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Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie – elektronisches Grundbuch
Computacenter richtet mit dem Land Niedersachsen ein elektronisches Grundbuch ein, das durch seine Schnelligkeit und Leistungsfähigkeit überzeugt
Ausfallzeiten und Engpässe beim Zugriff gehören mit diesem elektronischen Grundbuchsystem der Vergangenheit an.
Jens Guder
Projektleiter, Computacenter
Zusammenfassung
Herausforderung
Der Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen (LSKN) sollte für das Justizministerium des Landes Niedersachsen ein neues elektronisches Grundbuchsystem für zwei geclusterte Produktivumgebungen an zwei verschiedenen Standorten aufbauen.
Lösung von Computacenter
Computacenter hat gemeinsam mit dem LSKN und anderen Partnern ein hoch performantes und skalierbares elektronisches Grundbuchsystem auf Basis der Lösung SolumSTAR und Sun SPARC-Servern konzipiert und entwickelt.
Nutzen
Über 3,3 Millionen Grundbücher der Amtsgerichte in Niedersachsen wurden in das neue zentrale System übernommen. Sämtliche Datenpfade wurden redundant ausgelegt. Das neue System ist schneller, besser skalierbar und überzeugt vor allem durch eine wesentlich höhere Eingabe- und Ausgabegeschwindigkeit.
Ausführliche Version
Technische Eckdaten
• 3 x Sun SPARC Enterprise M5000 Server (2 x 2,16 GHz SPARC64 VI Prozessoren)
• 2 x Sun SPARC Enterprise T5120 Server (1,2 GHz Ultra SPARC T2)
• SolumSTAR
Beim Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen (LSKN) hat Computacenter in Zusammenarbeit mit anderen Partnern ein elektronisches Grundbuchsystem aufgebaut. Es überzeugt durch geringen Platzbedarf, schnelle Zugriffszeiten und geringe Unterhaltskosten.
Herausforderung
Die digitalen Grundbücher des Landes Niedersachsen sollten auf modernen Systemen zusammengeführt werden. Eine Reduktion von fünf auf zwei Applikationsserver und die Überführung der Grundbuchdaten auf Festplattensysteme war dabei vorgesehen, nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass die Wartung der WORM-basierten Speichersysteme und Server der Vorgängerlösung ab Ende 2008 auslief. Aufgrund der schon zuvor ausgelaufenen Wartung anderer Systemteile wie etwa der Datenbank kam es im Alltagsbetrieb beim Zugriff auf die Grundbücher oft zu längeren Ausfallzeiten, die von mehreren Stunden bis zu einigen Tagen dauerten. Zudem waren aufgrund der Wartung der WORM-Speicher sowie der Softwarelizenzen die Unterhaltskosten sehr hoch. Die Performance der Lösung für die rund 1.500 Anwender in den 80 niedersächsischen Amtsgerichten sowie die rund 5.000 über das Internet zugreifenden Teilnehmer war damit eher schwach angesichts von rund 20.000 Abrufen am Tag. Ziel war somit die Konsolidierung der Server, die redundante Auslegung der neuen Lösung und damit eine Minimierung der Ausfallzeiten.
Lösung
Computacenter hat für das elektronische Grundbuchsystem, das der LSKN im Auftrag des Ministeriums für Justiz des Landes Niedersachsen aufbauen sollte, zunächst fünf verschiedene Lösungen mit unterschiedlichen Szenarien erarbeitet. Die Verantwortlichen des LSKN konnten anhand der vorgestellten Vor- und Nachteile der Lösungen entscheiden. Nach der Beauftragung im Sommer 2007 erfolgte die Umstellung auf das neue SolumSTAR-Grundbuchsystem, das von Siemens im Auftrag der Bundesländer entwickelt wurde, im Laufe des Jahres 2008. Im selben Jahr wurden auch die Sun SPARC-Server bestellt, und die Migration der Daten im laufenden Betrieb begann zunächst mit einer Probemigration im OLG-Bezirk Celle. Dort erfolgte im November der Produktivstart, anschließend folgten weitere OLG-Bezirke, so dass das Projekt im Februar 2009 erfolgreich und innerhalb der Budget- und Zeitplanung abgeschlossen wurde.
Nutzen
Vor allem die erhöhte Zugriffsgeschwindigkeit erleichtert den Mitarbeitern der Grundbuchämter in Niedersachsen die Arbeit mit dem elektronischen Grundbuch SolumSTAR. Archivierungsrückmeldungen erfolgen heute rasch, binnen einer Sekunde, und benötigen nicht wie früher zehn Minuten und mehr. Entfallen sind auch die Performanceengpässe aufgrund von Systemsicherungen. Waren dadurch früher die Zugriffe auf das Archiv alle zehn Minuten um rund 20-30 Sekunden verzögert, wenn die Sicherung lief, so merken die Mitarbeiter heute davon nichts mehr. Dank der neuen Systeme gehören auch die früher aufgetretenen Hardwaredefekte im Archivsystem der Vergangenheit an. Gegenüber durchschnittlich zwei Defekten pro Monat vor Projektstart konnte diese Quote auf null heruntergefahren werden. Die immense Reduktion der eingesetzten Rechner führt zudem zu einer verringerten Wartung bei verbesserter Leistung: Waren früher 85 CPUs im Einsatz, so werden heute nur noch 20 benötigt. „Das Konzept von Computacenter hat sich am Ende des Projektes voll und ganz als richtig erwiesen. Der Zugriff auf unsere über 3,3 Millionen Grundbücher funktioniert heute mit einer solchen Leichtigkeit, dass es eine wahre Freude ist. Alle Mitarbeiter sind begeistert angesichts hoch performanter Systeme, die nicht nur Zeitreserven, sondern auch Nerven schonen“, äußert sich begeistert Markus Wucherpfennig, verantwortlicher Systembetreuer des LSKN und Verfahrensbeauftragter für SolumSTAR.