Entgegen allen Träumereien von papierlosen
Büros steigt der Papierbedarf in Unternehmen sogar
immer weiter an. Kopierer, Faxgeräte und Drucker
verarbeiten jährlich fast eine Billion Seiten.
Auf viele davon könnten Kunden wie Verkäufer
allerdings gut verzichten.
Die Situation ist vertraut: Der Vertriebsmitarbeiter
– beispielsweise eines Finanzdienstleisters –
bringt beim Kundenbesuch sein Notebook nebst mehrerer
Angebotsvorschläge mit und rechnet nach eingehender
Beratung verschiedene Fälle durch. Wird man handelseinig,
so füllt er noch während des Gesprächs
ein Vertragsformular aus, in das er die persönlichen
Angaben sowie die errechneten Werte von Hand einträgt.
Anschließend lässt er den Kunden auf dem
Formular unterschreiben. Zurück in seinem Büro
schickt er den Antrag per Post und die auf seinem Notebook
erfassten Daten elektronisch an die Zentrale des Finanzdienstleisters.
Dort werden die Papierformulare eingescannt und an den
zuständigen Fachbereich weitergeleitet, der sie
mit den elektronisch übermittelten Daten vergleicht
– und in den meisten Fällen erneut manuell
erfasst.
Auf diese Weise durchlaufen die Verträge bei den
Anbietern der Leistungen oft mehr als 20 Instanzen.
Länger als einen Monat dauert es häufig, bis
der Kunde die Bestätigung des Vertrages erhält.
Dass dieser Prozess sehr personalintensiv, zeitraubend
und zudem fehleranfällig ist, liegt auf der Hand.
Fehlende und nichtlesbare Daten oder Unterschriften,
ungültige Nebenabreden oder veraltete Formulare
verschärfen die Situation und irritieren den Kunden.
Zudem können sich durch die Mehrfacherfassung folgenschwere
Fehler einschleichen, vor allem aber sind die Kosten
für diesen Prozess viel zu hoch.
Seit Jahren existieren deshalb Forderungen nach Verfahren
wie dem so genannten Straight Through Processing oder
dem Real Time Enterprise, mit denen die Medienbrüche
und fehleranfälligen Mehrfacheingaben von Kundeninformationen
auf ein Minimum reduziert werden sollen. Diese Verfahren
sehen vor, dass nur ein einziges Mal, nämlich beim
Kunden vor Ort, alle Daten erfasst und direkt in das
elektronische Bestandsführungssystem des Anbieters
übertragen werden. Dabei spielt vor allem die Rechtsverbindlichkeit
der Unterschrift eine wesentliche Rolle. Wie das sogar
ganz ohne Papiervordrucke möglich ist, möchten
wir Ihnen in dieser Ausgabe unseres Magazins gerne näher
bringen.
Lesen Sie mehr darüber in toms
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